Auswandern

Spanisch lernen auf Teneriffa

Spanisch lernen auf Teneriffa - mit diesen Tipps funktioniert es!

„Hola chica!“ – auf Teneriffa sind die Menschen unheimlich offen. Ständig werde ich auf Spanisch angequatscht. Statt unbefangen zu antworten, kam ich zu Beginn schnell ins Schleudern. Ohne die Landessprache zu beherrschen, tauchst du nie wirklich ins spanische Leben ein. Meine Tipps, wie du auf Teneriffa Spanisch lernst.

Tipps zum Spanisch lernen: Integriere eine tägliche Lerneinheit in deinen Alltag

Mein Spanischlehrer hat mir geraten: Lerne besser täglich ein bisschen, als zweimal die Woche stundenlang. Das macht für mich völlig Sinn, denn so lernt man viel effektiver und die Lerneinheit lässt sich besser in den Alltag integrieren. Schließlich soll das Spanisch sprechen irgendwann zur Normalität werden – so das Ziel.

Jeden Tag also nehme ich mir mindestens 30 Minuten Zeit für Spanisch. Wenn es mal knapp wird, besteht die Lerneinheit nur aus einer Runde Duolingo. Die App solltest du dir unbedingt auf dein Smartphone laden, denn damit kannst du zwischendurch Spanisch lernen.

Daneben versuche ich das Lernen mit verschiedenen Übungen vielseitig zu gestalten. Ich lese Texte und Lern-Krimis, mache Grammatikübungen mit Lernbüchern, die ich mir aus Deutschland mitgebracht habe, schreibe Nachrichten und Texte auf Spanisch und höre die spanische Podcasts auf Spotify.Spanisch lernen auf Teneriffa - so geht's

Spanisch lernen mit allen Sinnen

Es ist wichtig, alle Fähigkeiten gleichermaßen zu trainieren. Es bringt dir nichts, wenn du auf dem Papier grammatikalisch perfekt bist, aber in Alltagssituationen kein Wort über die Lippen bekommst. Daher musst du von Anfang an auf alle Bereiche ein Augenmerk legen, damit das Sprechen und Hörverstehen nicht zu kurz kommt.

Lesen stärkt dein Vokabular

Es gibt spezielle Spanisch-Bücher für die verschiedenen Sprachniveaus wie z.B. die Spanisch-Lernkrimis vom Compact-Verlag. Auch normale Kinderbücher sind super, da sie leicht geschrieben und somit verständlich sind. Ein positiver Effekt, wenn man im Ausland lebt: Die neue Sprache umgibt dich überall. Auf Plakaten, in Supermärkten, an Schaufenstern – überall kannst du neue Vokabeln lernen.Spanisch lernen auf Teneriffa-Tipps

Schreiben verbessert die Grammatik

Beim Schreiben hast du mehr Zeit über das, was du ausdrücken möchtest, nachzudenken. Es ist eine gute Übung, um Vokabeln, aber vor allem auch die Grammatik zu festigen. Schreibe regelmäßig kleine Texte über Alltagssituationen, Dinge, die dich beschäftigen oder was du erlebt hast. Lass deine Texte anschließend von einem Muttersprachler korrigieren. Das kann dein Sprachlehrer, aber auch ein Tandem-Partner oder ein Freund sein.

Hören ist das A & O für das Verständnis

Vermutlich liegt darin der schwierigste Teil: Im Verstehen der gesprochenen Sprache. Gerade Anfängern kommt Spanisch unheimlich schnell vor. Es fällt schwer, den Sinn des Gesagten zu Erfassen. Doch Übung macht bekanntlich den Meister und das Hörverständnis kannst du trainieren. Zu Beginn haben mir Podcast wie der CoffeeBreak Spanish Podcast auf Spotify und Hörbucher enorm geholfen. Spanische Musik, spanisches Radio und spanisches Fernsehen, wobei du hier noch die visuelle Unterstützung für ein besseres Verständnis hast, sind außerdem empfehlenswert. Versuche auch im Alltag möglichst viel in Kontakt mit der spanischen Sprache zu kommen: Nimm an spanischsprachigen Veranstaltungen teil, gehe offen auf Einheimische zu und stelle Fragen auf Spanisch.

Sprechen ohne Hemmungen führt zum Erfolg

Lege deine Hemmungen ab und übe, übe, übe! Überlege dir Sätze und bringe sie in Alltagssituationen ein. Stelle im Supermarkt Fragen, bestelle im Restaurant auf Spanisch oder führe kleine Gespräche mit Freunden auf Spanisch. Nur durch die Praxis wirst du besser und schneller sprechen können. Um das Sprechen zu üben, suche dir einen Tandem-Partner. Viele Spanier wollen ihre Fremdsprachkenntnisse verbessern. Du kannst Deutsch oder Englisch anbieten und hast im Gegenzug die Möglichkeit, mit einem Muttersprachler Spanisch zu sprechen.

Außerdem gibt es in jeder größeren Stadt Language Cafés. Man trifft sich abends in einer Bar und in lockerer Atmosphäre spricht man zeitweise die eine, dann die andere Sprache. Auf Teneriffa gibt es direkt mehrere Language Cafés:

  • Bar El Hombre Bala (Santa Cruz), jeden Donnerstag 20:30-22:30 Uhr (Englisch & Spanisch)
  • Parque García Sanabria (Santa Cruz), jeden Donnerstag ab 20:30 Uhr (Englisch & Spanisch)
  • Café Don Tito (La Laguna), jeden Donnerstag ab 20:30 Uhr

Wie finde ich den richtigen Sprachlehrer oder die richtige Sprachschule auf Teneriffa?

In meinem ersten Monat auf Teneriffa habe ich einen Sprachkurs an der Universidad de La Laguna gemacht. Die Kurse gehen meist sechs Wochen mit sechs Stunden Unterricht pro Woche und kosten 95€. Gerade für den Start sind diese Kurse wirklich empfehlenswert. Eine weitere günstige Möglichkeit Spanisch zu lernen auf Teneriffa bietet die EOI, die offizielle Sprachschule in Santa Cruz. Die Kurse kosten nur 70€ im Halbjahr, jedoch starten sie nur im September und Januar/Februar und finden jeden Werktag (außer freitags) vormittags statt.

Daneben gibt es viele private Sprachschulen, die jedoch deutlich teurer sind. Da mein Freund und ich möglichst flexibel sein wollen, haben wir uns für einen Privatlehrer entschieden. Er unterrichtet uns einmal die Woche und geht auf unser Niveau und unsere Wünsche ganz individuell ein. Ich merke: Mein Spanisch wird immer besser!

Freude beim Spanisch lernen, ist ein wichtiger, abschließender Punkt. Du wirst sehen, je mehr du verstehst und je mehr du sprechen kannst, desto mehr Spaß wirst du an der Sache haben. Eine Freundin hat mir, als ich mal in einem Lern-Tief war, Mut gemacht mit diesem schönen Satz:

Entdecke die spanische Seite in dir!

Hasta luego!

Ähnliche Artikel

Keine Kommentare

    Schreibe einen Kommentar

    *