Andere Inseln

Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote

Weiße Häuser, schwarzes Lavagestein und tiefblaues Wasser: Lanzarote begeistert auf eine besondere Art. Was macht die östlichste der sieben kanarischen Inseln aus und welche  Sehenswürdigkeiten solltest du gesehen haben?

Lanzarote ist eine spektakuläre Naturschönheit, die sich stark von den anderen Inseln unterscheidet. Die Krater und das Lavagestein erinnern an eine Mondlandschaft. Die Vulkaninsel ist trocken und karger und hat bei weitem nicht so eine beeindruckende und vielfältige Vegetation wie La Palma oder Teneriffa. Dennoch lockt sie jedes Jahr zahlreiche Urlauber an, die die traumhaften Küstenabschnitte und das kulturelle Angebot auf Lanzarote schätzen.

Wie auch auf den anderen kanarischen Insel kann man auf Lanzarote das ganze Jahr Urlaub machen, denn selbst im Winter sinken die Temperaturen kaum unter 20 Grad. Faszinierend ist, dass es auf der Vulkaninsel nicht nur schwarze, sondern auch weiße Strände gibt.

Geprägt hat Lanzarote der Künstler César Manrique. Charakteristisch für seine Kunst ist die Verbindung von Architektur und Natur. Felsen, erstarrte Lavaströme und das Element Wasser integriert er in Wohn- und Lebensräume. Stets mit dem Ziel Kunst zu schaffen, die mit der Natur verschmilzt.

Lanzarote Sehenswürdigkeiten: Kunst und Architektur von Manrique

Manrique überzeugt die Inselverwaltung den Bau von Hochhäusern per Gesetz zu verbieten. Das Bild Lanzarotes prägen weiße, würfelförmige Häuser, die nicht höher als zwei Stockwerke sind. Trotzdem veränderte sich die Insel: In der Inselhauptstadt wurden Hochhäuser gebaut, Hotelanlagen prägen auch hier die Touristenzentren und Schnellstraßen verdrängten die kleinen Landstraßen. Im Vergleich zu anderen kanarischen Insel ist Lanzarote von Bausünden jedoch größtenteils verschont geblieben. Bis auf wenige Ausnahmen spürt man in allen Ecken den künstlerischen Charme, den die Vulkaninsel Manrique zu verdanken hat.

Playa Papagayo

Der Papagayo-Strand ist für mich die schönste Bucht auf Lanzarote. Erreichbar ist der Sandstrand über eine Schotterpiste, allerdings muss man am Eingang eine Gebühr von 3 Euro zahlen. Oberhalb des Sandstrandes liegen drei Bars, von denen man einen phantastischen Blick über die Bucht hat.

Lanzarote Sehenswürdigkeiten: Playa Papagayo

El Golfo

Umgeben von schwarzen Lavagestein liegt der Fischerort El Golfo. Am Ortseingang befindet sich ein langer, schwarzer Sandstrand. Weiter unten reihen sich die Fisch-Restaurants aneinander. Hier wird fangfrischer Fisch direkt am Meer serviert.

Nationalpark Timanfaya

Der Nationalpark Timanfaya, auch bekannt als Montañas del Fuego, ist eines der spektakulärsten und beliebtesten Ausflugsziele Lanzarotes. Durch Vulkanausbrüche in den 1730er Jahren entstand die felsige Timanfaya-Landschaft, die zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Vor allem im Sommer, wenn viele Urlauber nach Teneriffa kommen, muss man mit langen Wartezeiten am Eingang des Nationalparks rechnen. Hier empfiehlt es sich früh morgens oder mittags, zur Siesta-Zeit, zu kommen.

Caleta de Famara

Das Surfer-Mekka Lanazrotes ist Caleta de Famara. In dem winzigen Ort, der vorwiegend aus Sandstraßen besteht, gibt es zahlreiche Surf-Shops, die Boards und Zubehör verleihen. Die junge, entspannte Atmosphäre verleiht dem Ort einen einzigartigen Charme. Der lange Strand von Famara ist wohl der schönste der Insel. Über drei Kilometer erstreckt sich der Strand, der zum Wellenreiten, Baden, Spazieren gehen und Kitesurfen geeignet ist.

Lanzarote Sehenswürdigkeiten: Playa Famara

Cueva de los Verdes

Die Cueva de los Verdes ist eine durch Lavaströme geformte Höhle, die insgesamt sieben Kilometer lang ist. Einen Teil des Tunnels kann man besichtigen. In Gruppen wird man durch die sehenswerte Höhle geführt.

Lanzarote Sehenswürdigkeiten: Cueva de los Verdes

Kunstwerke von César Manrique

Wer auf Lanzarote Urlaub macht, kommt schnell in Berührung mit Kunst von Manrique. Ich habe mir nicht alle Museen und Sehenswürdigkeiten angeschaut, da mich die langen Schlangen abgeschreckt haben. Sicherlich hat jedes Museum seinen Reiz und in der Nebensaison (außerhalb der Sommermonate und nicht in den Weihnachts- und Osterferien) musst du vermutlich auch nicht so lange anstehen.

Einen großartigen Ausblick bietet der Mirador del Río. Von dort kann man die kleine Nachbarinsel La Graciosa sehen. Im selben Vulkantunnel, in dem auch die Höhle Cueva de los Verdes liegt, befinden sich die Jamoes del Agua. Manrique schuf hier ein Kunst- und Kulturzentrum. Darin befindet sich ein natürlicher See, der mit dem Meer verbunden ist. Wie der Künstler die Natur mit der Architektur unterirdisch verbunden hat, ist sehr spannend zu sehen.

Arrieta

Surfen, Baden und sehr leckeren Fisch essen kann man in Arrieta. Das verschlafene Dörfchen mit dem kleinen Fischerhafen und dem Strand ist auf jeden Fall einen Stopp wert.

Lanzarote Sehenswürdigkeiten: Arrieta

Das Tal der 1000 Palmen

Bei Haría liegt das Tal der 1000 Palmen. Mit dem Auto folgt man der Serpentinenstraße durch das Tal Valle de Temisa. Die sonst sehr trockene Insel wirkt hier durch die vielen Palmen frischer und grün. Auch der Ort Haría ist mit den weißen Häuschen, kleinen Bars und dem schattigen Hauptplatz sehenswert.

Weinbaugebiet La Geria

Total faszinierend ist die Weingegend inmitten der Vulkanberge: Grüne Weinreben soweit das Auge reicht! Unglaublich, dass Wein auf dem schwarzen Lavagesteinböden wachsen kann. Damit der Wein besser gedeiht und vor Wind geschützt ist, werden die Weinstöcke in kleine Mulden, die teilweise einzeln ummauert sind, gepflanzt. Ein Stopp bei einer der Bodegas lohnt sich, um den sehr besonders schmeckenden Lanzarotischen Wein zu probieren.

Lanzarote ist eine sehenswerte Insel, die man in einer Woche gut erkunden kann. Einziges Manko: Im Gegensatz zu anderen kanarischen Inseln ist sie relativ teuer. Fast alle Sehenswürdigkeiten sind nicht frei zugänglich, sondern sie kosten Eintritt.

Viel Spaß beim Erkunden und ich freue mich über Kommentare zu deinen Erfahrungen auf Lanzarote!

Ähnliche Artikel

Keine Kommentare

    Schreibe einen Kommentar

    *