Auswandern

Ein halbes Jahr auf Teneriffa

Erfahrungsbericht einer Auswanderin: 6 Monate auf Teneriffa

Lebe ich wirklich schon ein halbes Jahr auf Teneriffa? Kaum zu glauben! Die Insel des ewigen Frühlings wird immer mehr zur Heimat. Über die ersten 3 Monate auf Teneriffa habe ich bereits berichtet. Wie fühlt sich das Insel-Leben nach 6 Monaten an? Was hat sich getan?

Der 4. Monat: Alltag im Inselleben & der erste Heimatbesuch

Der berufliche Alltag hat sich eingespielt. Ich arbeite als Social Media Managerin abwechselnd im Coworking Büro, der Bibliothek und im Homeoffice. Nach der Arbeit geht’s zum Yoga, Spanisch-Tandem oder Essen mit Freunden – eigentlich wie in Köln. Mit dem Unterschied, dass fast alle Events draußen stattfinden, ganz ohne Sorge es könne schlechtes Wetter geben. Denn Regen haben die Inselbewohner schon lange nicht mehr gesehen.

Die Sommermonate auf Teneriffa sind windig und endlich komme ich wieder dazu, mein geliebtes Hobby Kitesurfen aufzunehmen. Bin ich von Köln für einen Kitesurf-Tag in Holland fast 5 Stunden mit dem Bulli gefahren, kann ich nun sogar spontan nach der Arbeit zum Kitesurfen nach El Médano fahren. In 30 Minuten bin ich dort und Wind hat es zur Zeit nahezu täglich. Ein Traum!Ein Paradies für Kite-Surfer - der Strand in El Medano
Nach fast vier Monaten auf Teneriffa steht endlich der erste Heimat-Besuch an. Ich freue mich wahnsinnig Freunde, Familie und Kollegen zu treffen.

Der 5. Monat: Entdeckungstouren, Spanisch lernen & Engagement

Jeden Monat kündigt sich Besuch aus der Heimat an. Es ist wunderbar mit Freunden und Familie das Leben auf Teneriffa zu teilen. Meine Sorge, dass es irgendwann langweilig wird die Insel zu zeigen, bestätigt sich kein bisschen. Immer wieder begeistern mich neue Ecken, Wanderwege und Strände. Oder ich darf in neue Welten eintauchen wie das Klettern an Felswänden oder die Unterwasserwelt beim Schnorcheln.

  • Entdeckungstouren auf Teneriffa

Spanischlernen steht weiterhin täglich auf meinem Programm. Dazu unterrichtet mich einmal die Woche ein Spanischlehrer. Poco a poco geht es mit meinem Spanisch bergauf. Neben den alltäglichen Dingen kann ich das vor allem für meine sozialen Tätigkeiten gebrauchen. Beach Cleanings oder Naturschutz-Aktionen machen deutlich mehr Spaß, wenn ich mich mit den anderen Teilnehmern unterhalten kann.

Der 6. Monat: Das erste Festival und ein aufregender Roadtrip

Das erste Festival auf Teneriffa steht an. Ich freue mich riesig, denn Konzerte fehlen mir doch sehr. Das kleine, feine Indie-Festival namens PHE in Puerto de la Cruz kommt da genau richtig. Die Atmosphäre ist super und die Kulisse überragend: Hinter der Bühne thront bei strahlendem Sonnenschein der Teide. Apropos Sonnenschein: Wir haben mittlerweile August und die Temperaturen klettern kaum über 30 Grad. Dazu weht meist ein kühlender Wind und so wird es selbst in den Sommermonaten nie unerträglich heiß. Perfekt, um an den Wochenenden weiterhin die Insel entdecken und unter der Woche arbeiten zu können.Die Gassen von Puerto de la Cruz

Wieder steht ein Flug nach Köln an. Ein paar Tage arbeite ich im Büro vor Ort, bevor es in den zweiwöchigen Urlaub geht. Ein Roadtrip von Köln nach Teneriffa mit dem Bulli steht an.

Was sich wirklich verändert hat?

Nach sechs Monaten auf Teneriffa, ist mir das neue Zuhause sehr ans Herz gewachsen. Ich liebe die Natur, das Wetter, die vielen Sportmöglichkeiten, die mir die Insel bietet. So viel Zeit selbstbestimmt einteilen zu können und viel in der Natur zu sein, tut mir unbeschreiblich gut. Nicht zu vergessen die liebenswerten Menschen, die ich kennenlernen durfte, und die zu neuen Freunden geworden sind.

Ich bin so glücklich, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Ein halbes Jahr funktioniert das Leben und ortsunabhängige Arbeiten auf Teneriffa bereits, wofür ich unendlich dankbar bin. Rückblickend betrachtet war es gar nicht schwer diesen Traum zu realisieren. Uns ich spüre: Es war genau richtig!Als Auswanderin sechs Monate auf Teneriffa

Lese mehr darüber, wie du den Schritt in ein ortsunabhängiges Arbeiten und Leben schaffen kannst.

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2 Kommentare

  • Reply
    Michel
    22. Dezember 2017 at 14:30

    Hallo und Danke für deinen Blog zu Arbeiten und Leben auf Teneriffa!

    Trage mich auch gerade mit dem Gedanken einige Zeit in Teneriffa zu verbringen, ich hatte ne kleine Agentur in DE und bin dann viel rumgereist, dabei habe ich Fotos und Filme gemacht. (viel Westafrika)
    Dein Blog ist sehr hilfreich, gut strukturiert und man hat den Eindruck, man ist dabei.
    Meinst du, es ist möglich 360 Grad Bilder an Hotels und Restaurants zu verkaufen?
    Auch habe ich ein Jobangebot auf Teneriffa bekommen, als Mediendesigner zu arbeiten…
    Das Gehalt ist nur unterirdisch.. Na mal sehen, was ich mache im neuen Jahr..
    Reizen würde es mich schon, was neues zu sehen..

    liebe Grüße Michel

    • Reply
      aufdersonnenseite
      16. Januar 2018 at 13:05

      Hallo Michel, vielen Dank für dein Lob. Das freut mich sehr! Wie schön, dass du auch mit dem Gedanken spielst, auf Teneriffa zu leben. Gerade im Tourismus-Sektor gibt es viel Arbeit. Ich kann mir gut vorstellen, dass Hotels und Restaurants an professionellen Fotografien interessiert sind. In Coworking-Büros habe ich jedoch schon einige Fotografen und Grafiker getroffen, d.h. auch hier gibt es Konkurrenz und die Bezahlung wird vermutlich unter deutschem Niveau liegen. Aber probier es doch einfach! Ich drücke dir die Daumen! Liebe Grüße, Eva

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